Pflanzenpflege für den Balkon

Jeder Garten braucht seine Pflege. Bei begrenztem Platz ist ein Hochbinden, design-1398228_640Stützen und Zurechtschneiden der Pflanzen äußerst wichtig.
Zu einer richtigen Pflege gehört aber mehr.

Mulchen

Eine Bedeckung des Bodens sorgt für eine längere Nässe. Feuchtigkeit, schützt vor unerwünschten Kräutern und begünstigt das Bodenleben. Gut geeignet für dieses Vorhaben sind feine Holzhäcksel, Rindenmulch, trockene Blätter, Rasenschnitt sowie Stroh. Hat das Material einen hohen Faseranteil, sollte vor seiner Ausbreitung eine Düngung mit organischem Dünger durchgeführt werden, denn die Fasern entziehen den Kulturpflanzen Nährstoffe. Mulch immer in einer Stärke von mindestens 3 cm aufbringen. Nur bei frischen Aussaaten sollte die Erde zur Kontrolle bis zur Keimung frei bleiben.

Stützen

Wird Paprika eingesetzt, wird dieser am besten mit einem 60-80 cm langen Bambusstab gestützt. Das verhindert ein Brechen der Triebe durch die schweren Früchte. Dasselbe gilt auch für niedrige Buschtomaten. Höhere Stabtomaten benötigen einen Spiralstab, einen Stock oder eine feste Schnur, um die die Triebe während ihres Wachstums gewickelt werden. Bei Gurken oder Stangenbohnen können ebenfalls Schnüre verwendet werden.

Tomaten entgeizen

Diese Methode ist notwendig, um der Pflanze nicht unnötig wertvolle Energie zu entziehen. Bei dieser Pflanze wachsen zwischen Stamm und Blatt sogenannte Geiztriebe, diese müssen entfernt werden. Ende Juni werden die unteren Blätter meistens gelb und sollten ebenfalls entfernt werden.

Rückschnitt

Ausgetrocknete Triebe von Gehölzen können ab Februar entfernt werden. Mehrjährige Pflanzen werden im März oder April zurück geschnitten. Pflanzen wie Oregano oder Zitronen-Melisse müssen bodengleich zurückgeschnitten werden. Kräuter wie Thymian oder Basilikum wachsen gleichmäßiger, wenn sie während der Sommermonate regelmäßig bei der Ernte gekürzt werden.

Winterschutz

Spätestens im Oktober müssen alle Untersetzer von den Töpfen entfernt werden, damit sich keine Staunässe bilden kann. In rauen Lagen sind die Topfballen winterharter Pflanzen vor dem Durchfrieren zu schützen. Für diesen Fall werden kleine Töpfe in große gestellt und der Zwischenraum mit Laub aufgefüllt. Laub wirkt als wärmeisolierender Luftpolster.
Wer kein Laub zur Verfügung hat, kann die Kübel auch mit luftdurchlässigem Material wie Vlies, Jute oder einem alten Lappen umwickeln. Plastik eignet sich für diese Angelegenheit weniger gut, denn unter Plastik sammelt sich zu viel Feuchtigkeit, was im schlimmsten Fall zu Pilzkrankheiten führen kann. Die Materialien sollten stets festgebunden werden. Nicht winterharte Kübelpflanzen wie zum Beispiel Zitrone werden ausgeputzt und in ein helles, nicht zu kaltes Winterquartier gebracht. Wer in seinem Haus, in seiner Wohnung für ein Winterquartier der Pflanzen keinen Platz zur Verfügung hat, der kann seinen Balkon mit Plane verdecken und dadurch die Pflanzen bedingt schützen.